Vegan – was heißt das eigentlich?

Das Wort „Vegan“ ist von dem Engländer Donald Watson verbreitet worden und geht von dem Ursprungsbegriff Vegetarier aus. Vegetarier verzichten auf Fleisch, weil sie Tiere sehr gern haben und nicht wollen, dass für ihr Essen Rinder, Schweine, Hühner oder andere Tiere sterben müssen.

Wenn man nämlich ein Schnitzel, ein Würstchen oder eine Frikadelle essen möchte, muss hierfür zunächst ein Tier getötet werden. Dies geschieht in einer so genannten Schlachtung.

Weil Vegetarier finden, dass Tiere genauso sehr wie Menschen an ihrem Leben hängen und nicht für das Essen anderer sterben wollen, lehnen sie es ab sie zu essen. Das ist auch überhaupt kein Problem, denn es gibt inzwischen ganz viele Ersatzprodukte, die genauso gut schmecken wie Fleisch und ganz viele Ärzte empfehlen das sogar wegen der Gesundheit.

Auch Tieren tut es weh, wenn man sie schlecht behandelt.

Fast alle so genannten Nutztiere (98%) wachsen in einer Haltung auf, die man Massentierhaltung nennt, weil sie in Massen in viel zu kleinen Ställen leben müssen. Ein Schwein hat ungefähr so viel Platz wie auf einem Lehrerpult und ein Huhn muss auf der Hälfte eines Din A4 Blatts leben.

Stell dir mal vor, du hast für den Rest deines Lebens Stubenarrest und musst mit unzähligen fremden Menschen in einem großen, kargen Raum leben, in dem jeder nur ungefähr so viel Platz wie in einem Bett hat.

Es gibt weder Bad, noch Toilette, noch irgendeine Form der liebevollen Zuwendung. Du bekommst in regelmäßigen Abständen ungesundes Essen, dass dafür sorgt, dass du schnell zunimmst und so dick wirst, dass der Platz um dich herum immer enger wird. Und dass alles dafür, um noch vor dem Erwachsenwerden für die Wurst auf dem Brot oder dem Steak auf dem Teller geschlachtet zu werden.

Das mit den Vegetariern ist also klar, aber warum vegan?

Die Antwort ist einfach: weil auch für Milch und Eier Tiere leiden und sterben. Und Veganer verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf alle tierischen Produkte.
In der Eierproduktion haben nämlich nur die weiblichen Hühner, also die Mädchen, einen Nutzen, weil sie die einzigen sind, die Eier legen können.

Da man aber in den Brütereien, in denen sie aus den Eiern schlüpfen, keinen Einfluss darauf hat, ob nun Jungen oder Mädchen als Küken zur Welt kommen, stehen die Betriebe vor einem Problem! Es schlüpfen nämlich jeden Tag unzählige männliche Küken, für welche die Industrie keine Verwendung hat. Daher werden die kleinen flauschigen Küken direkt nachdem sie aus dem Ei geschlüpft sind, bei lebendigem Leibe von einer Maschine zerhackt oder in großen Behältern vergast. Das nennt man Sexen und ist gängiger Alltag.

Warum ist Milch aus unserer Sicht falsch?

Damit eine Kuh Milch erzeugt, muss sie, wie jedes andere Säugetier, zuerst ein Kind bekommen. Hierfür wird die Kuh einmal im Jahr geschwängert. Nachdem das kleine Kalb geboren wurde, wird es direkt von der Mutter getrennt, damit wir die Milch trinken können, die von der Natur aus eigentlich für das Kalb bestimmt gewesen wäre.

Das wird jedes Jahr widerholt und ist für die Milchkuh und für das Kalb jedes Mal sehr schmerzlich, da es ein angeborener Instinkt einer Mutter ist, sein Kind beschützen zu wollen und das Kind natürlich zu seiner Mutter will. Aus Milchbetrieben weiß man, dass die Kühe oft tagelang nach ihrem Kalb gerufen, also ununterbrochen gemuht haben.

Was passiert nun mit dem kleinen Kalb?

Wenn es ein Mädchen ist, wird sie wahrscheinlich selbst zu einer Milchkuh und erfährt das gleiche schmerzliche Schicksal ihrer Mutter. Ist es ein Junge, wird es getötet und zu Kalbsfleisch verarbeitet. Kühe in der Milchproduktion werden aufgrund ihres harten und traurigen Lebens auch nicht sehr alt. Statt nach15 Jahren sterben die meisten bereits nach fünf Jahren, häufig noch während sie mit einem Kalb schwanger sind.

Der ‘Aktive Tierschutz Berlin e.V.’ findet, dass wir Menschen völlig grundlos ungerecht zu den Tieren sind und wir hinterfragen sollten, ob es in Ordnung ist für Fleisch, Milch und Eier Tiere zu quälen, wo es doch so viele gesündere und auch schmackhafte Alternativen gibt. Der irische Schriftsteller George Bernard Shaw sagte einmal:

„Tiere sind meine Freunde und meine Freunde esse ich nicht!“

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