Unser Verein und der Adventsstern

 

Langsam kann auch der letzte es nicht mehr leugnen. Die Tage werden kürzer und es ist zeitweise ziemlich kalt draußen. Vergangenen Sonntag war der erste Advent und die Vorbereitungen auf die besinnliche Weihnachtszeit haben begonnen.

Wir möchten diese Gelegenheit gerne nutzen, zu beschreiben, was der ATB mit dem Adventsstern gemeinsam hat:

Egal wie grün unser Daumen ist, wie viel Mühe wir uns geben oder wie optimal die Bedingungen sind. Wenn wir eine Pflanze beobachten, wird uns in diesem Moment nie auffallen, ob sie größer oder gar stärker geworden ist. Tag ein, Tag aus, ist es der kontinuierlich große Adventsstern, der Hege und Pflege braucht, um nicht einzugehen.

Bringt man jedoch die nötige Geduld und Initiative auf, wird einem nach Wochen oder vielleicht erst nach Monaten auffallen, dass er sich verändert hat und gewachsen ist.

In einer sozialen Bewegung, zum Beispiel bei den Tierrechten, verhält es sich ähnlich.

Fast alle, die sich intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit einer NGO einsetzen, kennen das Gefühl der Hilflosigkeit und der Ohnmacht. Tag für Tag stehen wir ehrenamtlich auf der Straße und versuchen ein Bewusstsein für das allgegenwärtige Leid der Tiere zu schaffen.

Wir opfern unsere Freizeit und nehmen Kälte und Regen auf uns, um etwas Gutes zu tun. Durch das Verteilen von Flyern, dem Hochhalten der Plakate und den ausgiebigen Gespräche mit Passanten möchten wir darüber aufklären, welches Unrecht den Tieren angetan wird.

Wir erklären den Menschen, was jeder einzelne tun kann, um dies zu verhindern, wenn auch oft nicht mit dem gewünschten Resultat. Nicht jeder ist für das Thema der Tierrechte offen und wir ernten von so manch einem Passanten völlige Ignoranz. Einige machen sich über die Aktion und das Anliegen lustig und in besonders schlimmen Fällen schlagen einem sogar Bedrohungen, Beleidigungen und körperliche Gewalt entgegen. Schon mancher Tierrechtsaktivist hat sich daher die Frage gestellt, was der jahrelange Einsatz eigentlich bewirkt.

Wer beispielsweise einen Stuhl baut, sieht nach wenigen Stunden das Ergebnis, aber die Erfolge in der Öffentlichkeitsarbeit sind mindestens genauso schwer greifbar wie das Wachstum einer Blume.

Hier hilft es nur inne zu halten und zurück zu schauen.

Betrachten wir die gesamten Ergebnisse der letzten Jahre, wird der Erfolg jedoch klarer. Laut des Vegetarierbundes leben derzeit 1.300.000 Menschen in Deutschland vegan. Vor rund drei Jahren waren es noch 900.000, was bedeutet, dass stolze 400.000 Veganer hinzu gekommen sind, die bewusst auf den Konsum tierischer Produkte und deren Auswirkungen verzichten. Im Laufe seines Lebens isst der Deutsche über 1.000 Tiere. Diese werde durch die vegane Bewegung vor dem Tod bewahrt. Millionen unschuldige Seelen, die vor dem Wahnsinn der Tierausbeutungsindustrie geschützt wurden. Durch die Hilfe eines jeden einzelnen Aktivisten.

In diesem Sinne stellt sich für uns keineswegs mehr die Frage nach dem Erfolg.

Stattdessen macht es uns stolz unseren kleinen Beitrag zum Schutz der Stimmenlosen geleistet zu haben. An alle aufgeklärten mitfühlenden Menschen da draußen – Macht weiter so.

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