Berlin Hasenheide – „Gewaltverbrechen“ gegen Tiere

Schon vor knapp einem Monat wurde im Neuköllner Streichelzoo in der Hasenheide ein Schaf gestohlen, das offenbar in unmittelbarer Nähe geschlachtet wurde. Man fand Überreste der Schlachtung, was auf diese grausame Tat schließen lässt.

Nun wurde erneut eines der ursprünglich 3 Tiere aus dem Streichelzoo gestohlen und umgebracht. Der Angoraziege „Lilly“ wurde nach Angaben der Ermittler die Kehle durchgeschnitten und ein Bein abgetrennt und Passanten sollen Tierschreie gehört haben. Das Tier muss sich also mit allen Kräften gegen seine Tötung gewehrt haben.

Die zwei vermeintlichen Täter konnten laut Polizeisprecher in der Nähe des Tatortes festgenommen werden. Ein mitgeführtes Ziegenbeine und ein Messer mit frischen Blutspuren identifizierte sie zweifelsfrei als Verdächtigte. Die beiden 29 jährigen Männer müssen sich nun nicht wegen Mordes, aber wegen besonders schweren Diebstahls sowie Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten und sitzen derzeit in U-Haft.

Es bleibt abzuwarten, ob und inwiefern diese Tat juristisch geahndet wird. Wir als Verein Aktiver Tierschutz Berlin e.V. verurteilen die Tötung der Tiere aufs schärfste, möchten jedoch noch einen kleinen Denkanstoß zu der Tat mitgeben.

Allein bei uns in Deutschland sterben jedes Jahr ca. 750 Millionen Tiere durch eine Schlachtung der Fleischindustrie. Die Anzahl der Ziegen, Schafe und Pferde ist zwar vergleichsweise zu den Tieren anderer Spezies deutlich geringer, doch auch hier sind es weit über eine Million Tiere jedes Jahr.

Anders als Ziege „Lilly“ oder Schaf „Rose“ aus der Hasenheide, haben die Millionen Schlachttiere zwar keinen Namen, unterscheiden sich aber ansonsten in nichts. Sie alle haben ein Schmerzempfinden, verfügen über eine Persönlichkeit mit den damit zusammenhängenden Gefühlen und haben ein Leben, das für den Verzehr ihres Fleisches seitens der Tiere unfreiwillig beendet wurde.

Auch die Tiere der Schlachtereien versuchen sich gegen das, was ihnen angetan wird, zu wehren und auch hier sind entsetzliche Tierschreie an der Tagesordnung, doch hier scheint es völlig in Ordnung zu sein, denn die Schlachttiere sind ja dazu da gegessen zu werden?

Hier der Polizeibericht zur abscheulichen Tat: https://www.facebook.com/PolizeiBerlin/posts/826602907523815

Ein Video von der „Normalität“ ?

Foto: Alex Blăjan

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