Vorstand

Da hinter jedem guten Verein engagierte Menschen mit Gesichtern, Namen und Geschichten stecken, hier eine Vorstellung von einigen Vorstandsmitgliedern.

1. Vorsitzender Markus Kirschning (Der Frank)

 

Mit bürgerlichem Namen heisse ich Markus Kirschning, aber die Meisten nennen mich einfach nur Frank. Ich bin 1976 in Itzehoe geboren und habe schon viele verschiedene Dinge in meinem Leben ausprobiert. Darunter Fußball, Musikband, Photos, Demos und vieles vieles mehr. Anfang 2015 habe ich erstmals Kontakt mit Menschen gehabt, die sich rein pflanzlich ernährten, um möglichst wenig Tierleid zu erzeugen. Dieses fand ich sofort plausibel, so dass ich meine Fleisch- und Milchprodukte im Kühlschrank noch verzehrte und anschließend die Ernährung umstellte.

Parallel dazu fing ich an, Tierschutzdemos unterschiedlichster Organisationen zu besuchen. Anfangs habe ich nur schüchtern Plakate hoch gehalten, kurze Zeit später verteilte ich schon Flyer. Bei den „Moving-Board-Aktionen“, einer Strassenaktionsform der Albert-Schweitzer-Stiftung, lernte ich, wie man offensiv auf Menschen zu geht und mit ihnen ins Gespräch kommt. Weiter habe ich mich auch schon erfolgreich an Bürgerbegehren beteiligt und fleissig Unterschriften gesammelt. Zum Aktiven Tierschutz Berlin kam ich so gegen Oktober / November 2015, Mitglied wurde ich dann im Februar 2016. Zwei Monate später habe ich die Position des Schreibführers übernommen, was mir wirklich sehr viel Freude bereitet hat. Und seit der ordentlichen Mitgliederversammlung im März 2017 bin ich nun der 1. Vorsitzende. Mein Vorhaben ist es, die gute Arbeit des Vorgängers und Mitbegründer des Vereins Sebastian Sommers weiterzuführen.

2. Vorsitzender Sebastian Sommer (Basti)

Mein Name ist Sebastian Sommer  und hier ist meine Geschichte, wie und warum ich in den Tierschutz gekommen bin.

Anfangen tut die Geschichte mit einem recht dunklen Kapitel in meinem Leben, die Betätigung und anschließender Ausstieg aus der rechten Szene. Ich kann nicht sagen, was genau mich dazu geritten hat mich faschistisch zu engagieren. Wahrscheinlich hing das mit einem destabilen Elternhaus oder auch der Mangel an persönlichen Erfolgen zusammen, viel wichtiger ist es jedoch aus begangenen Fehlern zu lernen und neue Entscheidungen zu treffen, wie ich es 2011 mit meinem Ausstieg tat.

Politisch von der rechten, wie auch der linken Seite für Vogelfrei erklärt begann eine schwere Zeit, was mich dazu veranlasste das gebürtige Schleswig-Holstein zu verlassen und nach Berlin zu ziehen. Nach etwa 2 recht einsamen Jahren, kam der kleine Schäferhund Dexter zu mir, den meine Mutter aus ihrer Nachbarschaft aus einer schlechten Haltung gerettet hatte. Durch den neuen Hausbewohner begann ein einschneidender Lebensabschnitt und ich bin noch bis heute und vermutlich bis zu meiner letzten Stunde dankbar für diese Bereicherung die Dexter mir schenkt. Der Name Dexter ist im übrigen Latein und heißt sogar der Glückbringende.

Wir beide haben viel unternommen, verbrachten unsere Zeit damit ununterbrochen Berlin zu entdecken und waren nicht selten den ganzen Tag draußen. Gassi gehen, spielen, üben und was das wichtigste war, vertrauen fassen stand auf unserem Programm. Irgendwann in einer ruhigen Minute machte ich mir Gedanken darüber, wie glücklich Dexter und ich nun in unseren beiden neuen Leben sind und was mit den vielen wahrscheinlich unzähligen Hunden ist, die nach wie vor nicht dieses Los gezogen haben in einem schönen Zuhause zu leben. Jenen die in einem engen Zwinger oder einer Kette dahinvegetieren, für Tierversuche verbraucht werden oder gar Opfer der Streunertötungen geworden sind.

Ich begann mich für den Haustierschutz zu interessieren, besuchte die eine oder andere Demonstration gegen Hundetötungen in der Ukraine oder gegen Tierversuche und engagierte mich im Berliner Tierheim.  Erste Bekanntschaften bildeten sich aus den immer gleichen Leuten auf den Aktionen, die mich inhaltlich immer wieder auf einen Konflikt hingewiesen haben: Warum setze ich mich so engagiert für Haustiere ein und unterstützte durch meinen Fleischkonsum die praktische Tierquälerei der Massentierhaltung? Auch mit diesem Thema beschäftigte ich mich selbstreflektierend, was eine erst vegetarische und später eine vegane Lebensweise als logische Konsequenz zur Folge hatte.

Nach einigen Monaten kam die Idee eines eigenen Tierschutzvereins auf und wir  gründeten mit einigen engagierten Leuten den ATB – Aktiver Tierschutz Berlin e.V. Auch wenn die meisten Gründungsmitglieder heute leider nicht mehr aktiv dabei sind, wurde unser Verein immer größer. Über die Jahre professionalisierten wir uns mit Hilfe von sehr viel Einsatz immer mehr und mehr. Das Material wurde professioneller, die Themen vielseitiger und der Zuspruch größer. Es ist einfach schön, wenn die kleinen Erfolge sich einstellen und auch wenn unsere gesellschaftspolitische Aufgabe ein intensiveres Bewusstsein für die Tiere zu etablieren, nie messbar sein wird, macht es einfach Spaß und ist eine wichtige Aufgabe.

Unsere Arbeit ist der stetige Tropfen für mehr Mitgefühl gegenüber den Tieren

 

Beisitzerin Kirsten Domke

Mein Name ist Kirsten Domke, bin im Januar 1965 geboren und wohne in Berlin-Tempelhof.
Zur Zeit arbeite ich für eine Sicherheitsfirma im Bereich Pforten- und Empfangsdienst bei einem großen Stromanbieter.

Ich bin mit Tieren aufgewachsen und habe das dann auch mit meinen Kindern so gehalten, dass wir immer Haustiere hatten, so dass diese schon von klein auf Respekt und Verantwortung für anderes Leben gelernt haben.

Durch meine Tochter wurde ich erst zur Vegetarierin und seit Anfang 2014 lebe ich vegan.

Seit 2010 gehe ich ziemlich regelmäßig auf Tierschutzdemos und habe dadurch viele Tierschutzaktivisten kennengelernt.
Durch diese Demos bin ich auf „Aktiver Tierschutz Berlin“ aufmerksam geworden und bin dort seit 2014 Mitglied. Seit dem 05.09.2015 bin ich dort im Vorstand in der Funktion als 2. Beisitzerin tätig.